Archiv für die Kategorie „blicksinn“
weihnachtsträume?!

wir wünschen ein wundervolles weihnachtsfest
und einen tollen start ins neue jahr.
neulich im schnee…
oder wie ein freitag im (schnee-)chaos versinkt!
vergangener freitag! nein, es war nicht der 13. oder ein anderes zu aberglauben verführendes datum. morgendlicher blick aus dem fenster und nur ein gedanke! “ach du sch…!” was sich da draussen so lieblich um bäume, häuser und wiesen schmeichelte, war der erste weiße schnee albtraum dieser saison. ok, denkt frau sich. was solls, auch dieser tag geht vorüber. für abends ist der wöchentliche abstecher in den nordschwarzwald geplant, der für ein wenig kurzweil (*hüstel) und entspannung (*nochmehrhüstel) nach stressiger woche sorgen soll. betonung liegt auf “soll”.
dass natürlich auch der nordschwarzwald etwas (im radio hieß es ca. 20cm) von der weißen pest abbekommen hat, hören wir im radio, aber macht uns zu diesem zeitpunkt keinerlei kopfzerbrechen. haben winterreifen und es sind ja bloss 60 kilometer bis zu unserem wochenend-quartier. jens kommt pünktlich von der arbeit und die taschen stehen schon gepackt im flur. alles schnappen, einladen, kurzer check, ob nichts vergessen wurde. vorsorglich schonmal schneestiefel in greifbare nähe im auto gepackt. und los gehts!
los gehts ca. 10 km. jens schaut plötzlich total angespannt. irgendwie verhält sich unser auto abenteuerlich und bremst nicht korrekt. anhalten, schauen, nix finden und 2 kilometer weiterfahren. wieder anhalten, weil irgendwas vorne links stinkt. grübeln und beschließen, erstmal zurückzufahren. zuhause angekommen wird der linke vorderreifen abmontiert trotz einsetzender abenddämmerung. mit taschenlampe bremsbeläge kontrollieren, reifen wieder aufmontieren. bremsbeläge sind ok, vermutlich hat sich ein stein zwischen belag und scheibe gesetzt und etwas geschliffen. da alles “sauber” ist, hund wieder einladen, frau wieder einladen. los gehts!
los gehts zum 2. mal! jetzt kommen wir sogar schon bis tübingen. wieder komisches geräusch, es stinkt von vorne links und verändertes bremsverhalten. achja… und es fängt auch grad wieder an zu schneien! was tun? weiterfahren! auto bremst ja noch und wie gesagt, winterreifen haben wir ja auch.
es geht weiter über tübingen richtung nagold und der schnee wird von leichtem gefussel zum schneesturm. ca. 5 kilometer vor nagold (also noch 25 kilometer bis zum campingplatz) ist die sichtweite auf lächerliche wenige meter geschrumpft und die autoschlange vor und hinter uns nicht mehr absehbar. mittlerweile sitze ich völlig gestärkt auf meinem beifahrersitz und überlege, ob ich zu fuss nicht schneller und vor allem sicherer ankomme. würde am liebsten den rest laufen… welch herrlicher gedanke!
um nagold zu erreichen muss man eine ziemlich steile bundesstraße runter. ca. 2 km lang und wirklich steil. dass wir bereits kurz vor diesem gefälle einen leichten schlenker (*hüstel) gemacht haben, der mich veranlasst hat, augen zu schließen und die einsetzenden krämpfe in meinen händen nicht zu beachten. wir sind also mehr rutschend, vom abs ruckelnd die straße runter, hinter uns der eine oder andere, der sich quer stellte, ich die augen zusammengekniffen kurz davor laut zu singen, um meine aufsteigende panik zu unterdrücken. unten angekommen zum glück grün! welcher depp hat hier ´ne ampel aufgestellt? endlich nagold, ich öffne ein auge… schließe es aber schnell wieder. schneetreiben, eisschicht unter den reifen und der gedanke “ich will heim!”
unsere rutsch- und dreheinlagen werden noch dreimal spektakulär, vor allem der im nagolder kreisel! aber auch als wir seitlich in richtung leitplanke rutschen hat was! zum glück geht alles ohne blechschaden oder sonstigen blessuren über die bühne. wir erreichen nach über 2 stunden unser ziel. ich bin schweißgebadet, laufe die letzten meter, weil die einfahrt zum campingplatz steil und ungeräumt mir den allerletzten nerv raubt. einsetzender muskelkater von der verkrampften haltung im auto wird verdrängt. wir sind, nachdem wir alles ausgepackt, ein großes glas rotwein auf diese horrorfahrt getrunken hatten, wie ein stein ins bett gefallen und innerhalb weniger minuten weggeschlummert.
sonntag vormittag sind wir bereits heimgefahren, werden unser auto montag zur werkstatt bringen und hoffen, dass das problem mit den bremsen nicht die allerletzten sparstrümpfe leerfrisst.
aber… trotz des nervendrama hat sich am samstag der schwarzwald von seiner schönsten seite gezeigt. es war bilderbuchwetter… und nein, wir bereuen nicht, uns einen dauerplatz im schwarzwald ausgesucht zu haben. sobald unser auto repariert ist, werden wir wieder freitags loszuckeln.
“black white forest” wir kommen wieder!!







maske
…echte liebe erkennt man daran,
dass sie auf der bühne des lebens
nie mit maske auftritt…
© ernst ferstl
herbstlich

ganz auf die schnelle mal einen herbstgruß von hier nach dort… ja, wir sind im augenblick treulose tomaten, aber manchmal ist es halt einfach so.
und da wir grad ein wenig mit unserem projekt “dauercamping” beschäftigt sind, fehlt mir einfach die muse zum schreiben. seit letzter woche hat auch murphy wieder zugeschlagen und hält uns mit seinen kleinen, dicklichen fingern fest im griff; was nicht grad zur erheiterung beiträgt. aber demnächst mehr in diesem theater…
für zwei,…
…die sich gefunden haben!
die tür zwischen zwei herzen öffnen,
wider alle furcht,
wider alle zweifel,
wider alle vernunft.
mit staunenden augen eintreten
in die fremde seelenlandschaft.
den bloßen fuß behutsam
auf weiches moos setzen.
ganz leise sein
im zauberwald des zögerns.
lauschen, riechen,
die stämme der bäume anfassen.
sich verirren in einem dickicht
aus wohlbehagen.
hand in hand.© jochen marris (mit freundlicher genehmigung des autors)


