Archiv für die Kategorie „wahnsinn“

ostern, andere nettigkeiten sowie menschen wie du und ich

jaja… ich weiß. schon viel zu lange gab ers hier keine neuigkeiten und arg vernachlässigt dümpelt der letzte eintrag hier vor sich hin. aber irgendwie war diese auszeit notwendig, denn entweder waren es themen, die hier so öffentlich einfach keine berechtigung hatten oder das echte leben hatte uns fest im griff oder es geisterte grade mal ein sinniger oder unsinniger eintrag im kopf herum, aber zugang zum www war nicht gegeben. wie dem auch sei, wir sind wieder zurück und werden, sofern unser hirn uns lässt, hier wieder den einen oder anderen eintrag machen.

herzblatt und mich hält der black forest immer noch fest im griff. unser kleines plätzchen wächst und gedeiht. blumen und diverses anderes sind gesetzt, die terrasse gelegt, planung für gerätehäuschen auf pezeeh und im kopf, und was da sich anonsten so alles ansammelt. der winter supergut überstanden; wir haben unsere kleinen fast wöchentlichen auszeiten hier sehr genoßen und für keinen moment bereut.

und natürlich hat uns jetzt der frühe frühling oder eher schon frühsommer fest in seinen grünen fingern, was wir natürlich auch wieder genießen…. unser angrillen hat bereits vor wochen stattgefunden. was hiermit die überleitung nach stenkelfeld herstellt. denn dort wurde erst in den vergangenen tage zur grillkohle und anderen nettigkeiten gegriffen… in diesem sinne frohe ostern und dicke bunte eier…

Sonntag, 11. Juni, 11:03
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg nutzt der Berufsschullehrer Herman S. ein kurzes Zwischenhoch. Die schmale Rauchsäule aus seinem mit zwei tiefgefrorenen Thüringern belegten Holzkohlegrill wird zum verheerenden Signal an die Nachbarschaft. Der überraschende Startschuss in die Grillsaison bringt die gesamte Siedlung völlig unerwartet in Zugzwang.

Sonntag 11:17
Aufgrund von Rohstoffmangel erfolgen nur vereinzelte Konter von den Nachbargrundstücken. Halbherzige Experimente mit Fleischkonserven und gemischtem Aufschnitt in Alufolie schlagen fehl. Der beißende Geruch einer angebrannten Mortadella erstickt dann letzte Hemmungen.

11:30
Die verzweifelten Rufe der Rentnerin Emilie H. nach ihrem verschwundenen, mehrfach preisgekrönten Zwergfasan “Hänschen” verhallen ungehört. Zur selben Zeit schmückt der arbeitslose Rohrleger Otto W. liebevoll den Kopf seiner sechsjährigen Tochter mit einer langen, gelben Schwanzfeder während auf seiner hastig improvisierten Feuerstelle eine nachlässig gerupfte Vogelleiche schmort.

12:06
Neid und Missgunst der gesamten Anwohnerschaft richten sich auf den üppig belegten tessiner Rundgrill des Bordellbesitzers Kurt S. Wie üblich kann ihm auch dieses Mal eine Straftat nicht nachgewiesen werden, sodass die Strafanzeige vom zweiten Vorsitzenden des Kaninchenzüchtervereins “die Steher” über den Diebstahl seiner zwanzig gekührten Riesenrammler der Rasse “Varus Rustikus” gegen Unbekannt formuliert wird.

12:21
In einem benachbarten Waldgrundstück bemerkt der Direktor des dort kampierenden kleinen Wanderzirkus Schöller das Verschwinden des ausgewachsenen Nilpferdbullen “Romeo”.

12:40
Wegen der Größe des von seinen Söhnen erbeuteten Grillguts erweitert Luftwaffenmajor außer Dienst Ottfried von F. seinen Bratenrost mit Stahlmatten von einer nahegelegenen Großbaustelle auf zehn Quadratmeter. Als Zündhilfe für die durchfeuchteten Birkenstämme kommt erstmals ein bislang unerprobter Raketentreibstoff aus seiner einstigen Dienststelle zum Einsatz. Die hundertfünfzig Liter Hydrometanolnitrat aus dem Kampfjägerbattallion “Petra Kelly” werden, wie sich augenblicklich zeigt, dem langjährigen Forschungsaufwand gerecht.

12:42
Beim ökomenischen Gottesdienst “Brot für die Welt” in der 16 km entfernten Sottrupper St.-Johannes-Kathedrale ist soeben der Choral “Bittet, so wird Euch gegeben” verklungen, als ein 3 Tonnen schweres, goldbraun gebackenes Nilpferdfilet krachend das schwere Kupferdach des Hauptschiffs durchschlägt und auf der mundgemeißelten Elfenbeinorgel aus dem 14. Jahrhundert landet. Mit bewundernswertem Improvisationstalent verkündet Bischof Krögel seiner staunenden Gemeinde, der Herr sei bisweilen auch zu Scherzen aufgelegt.

12:50
Die Reihenhaussiedlung ist von zwei Hundertschaften der Polizei umstellt. Die vom gefesselten Tierpfleger des Wanderzirkus Schöller abgegebene Täterbeschreibung: Hawaiihemd, hellgraue Shorts, Tennissocken, dunkelbraune Herrensandalen der Marke “Öztaler Wanderspaß” engt den Kreis der Verdächtigen auf ca. 400 ein. Durch dunkle Rauchschwaden und verkohlte Tierkadaver taumeln Familienväter zur Vernehmung, Menschen wie du und ich, die mal ganz spontan am Sonntag grillen wollten.

neulich im schneetreiben …

ich glaub’s ja nicht. heute morgen wurde ich mit „schneeflöckchen – weißröckchen“ geweckt. hab ich da irgendwas verpasst? vielleicht das ganze jahr durchgepennt und es ist schon wieder dezember? augen auf und was sehe ich ( auch ohne brille )? alles ringsherum in jungfräuliches schneeweiß getaucht. ICH MAG NICHT MEHR !! statt dass jetzt endlich die temperaturen steigen und der frühling einzieht, kommt bei mir das gefühl von „gehen sie auf los und ziehen sie nicht ….“ auf. wobei es natürlich wärmer geworden ist, nämlich genau so warm, dass es der weißen pracht angenehm erscheint hier mal zu zeigen, zu was man auch im februar noch fähig ist. selbst die gefiederten freunde hier in den bäumen ringsrum sind heute nicht zu hören. wie auch, die haben sich ihre kleinen schals wieder umgebunden und die futerale auf die schnäbel gestülpt und lassen das alles trotzig über sich ergehen. werde es jetzt genauso machen, mich hier warm einpacken, teechen kochen, lecker keks knabbern,  in der absoluten gewissheit, dass diesem winter demnächst der garaus gemacht wird, ob er will oder nicht. (sooo… nur dass du es weißt, du blöder winter, wirst bald warm eingepackt und dann kannst du sehen, wo du bleibst ) und von irgendwelchen lesern dieser zeilen will ich nix, aber auch gar nix über „infantile phase“ oder so hören … is klar … ja !!!!

auf der suche nach dem glück

das ist das motto heute des radiosenders meines vertrauens *lächel.

und seit ich davon heute im radio gehört habe, muss ichdarüber nachdenken.

was ist denn glück? wo finde ich es? wie kann ich es halten? tausend fragen und jeder muss es sich selbst beantworten. getreu dem motto: glas halbvoll oder halbleer?!

ich glaube, glück hat nullkommanix mit materiellen dingen zu tun. sich etwas besonderes kaufen, ist befriedigung. aber am nächsten tag ist dieser kleine rausch schon vorrüber und die suche geht wieder von vorne los.

glück ist, wie wir die welt sehen, mit den menschen um uns herum umgehen… ihre teilweise kleinen oder großen schwächen nicht kritisieren, sondern als zu dem menschen gehörig annehmen.

glück ist, geliebt zu werden… mit allen ecken, kanten und unregelmässigkeiten. menschen um sich zu haben, die zu einem stehen; die mit bedingungsloser liebe teilen… über grenzen und widrigkeiten hinweg…

glück ist, frühling… wenn die sinne erwachen. einem ohne grund die schmetterlinge in den bauch zaubern und du mit einem breiten lächeln durch die gegend läufst.

ich könnte an dieser stelle noch unendlich viele momente des glücks aufzählen, aber… zum glück gehört auch das unglück. wodurch wir erst schätzen können, was glück überhaupt ist. vielleicht muss der mensch erst richtig im sumpf versinken, um wirklich zu verstehen, was glück bedeutet. wenn es um das eigene leben geht und sich alles, restlos alles verändert und es niemehr so ist, wie vorher…

unser glück können wir beeinflussen… mit dem was wir denken. unsere umwelt wahrnehmen…. kleine momente des glücks formen sich zu einem glücklichen leben.

besondere lieblingszeilen von ernst ferstl….

augenblicksfreuden
umarmen die ewigkeit.
glück geht zu herzen.

da hab ich doch grad erst vor kurzem….

…den weihnachtsschmuck verpackt und in die hinterste ecke der kammer verbannt, weil… es könnte/dürfte/sollte vielleicht dieses jahr (welch frommer wunsch *hüstel) etwas früher frühling werden. genau dieser meinung ist auch meine clematis, wohnhaft seit annähernd fünf jahren auf meinem balkon… bereits seit 14 tagen lässt sie durchblicken, es würde jetzt reichen mit schnee, eis und minusgraden. sie sprießt und schafft und legt sich mächtig ins zeug! soll ich jetzt mit flüstertüte marke eigenbau mich hinstellen und “april-april” tröten??

seit vergangener nacht hat sie ein lieblich weißes mäntelchen wieder an; ich leide mit ihr und den zarten grünen trieben, die leicht schock-gefrostet im wind wehen.

oder sollte ich noch schnell, bevor liebschwesterchen am freitag auf dem schlitten hier eintrudelt (ich stell es mir grad bildlich vor… *aufmbodenliegundtrommel), einen stollen und lecker zimtgebäck zaubern? dazu wird natürlich glühwein gereicht. und sollte uns (noch so ein frommer wunsch *gacker) der gesprächsstoff ausgehen, wäre strohsternebasteln sicherlich auch angemessen.

ich werde jetzt loszuckeln und den glühwein besorgen! in rauen mengen! und diesen (rest-?)winter darin ertränken! muuuah!!!

herbert grönemeyer – schiffsverkehr

habe gerade eben auf dem sender meines vertrauens die radiopremiere von herbert grönemeyers neuer single “schiffsverkehr” gehört. und obwohl ich das spielchen mit neuen liedern von ihm kenne, muss ich sagen, es hat mich noch nicht vom hocker gerissen. ist wieder mal so, dass dieses lied vermutlich erst nach dem fünften oder zehnten mal ins blut geht, das bein anfängt zu wippen und auch der text nicht mehr ganz so herbert-like-vernuschelt ankommt. achja… das gleichnamige album wird mitte märz erscheinen.
herbert, wir sehen uns im sommer in stuttgart *schwör… die tickets hängen seit november an der pinnwand *froimichbinsinsknie

nachmittagskaffee

bei diesem immer noch trüben wetter bringt eine tasse lecker duftender kaffee vielleicht wieder ein bisschen schwung … oder sollten es eventuell doch eher zwei oder drei tassen sein? lieber etwas zuviel als zu wenig schwung; sieht sonst doch ein bissel bleed aus, wenn herzblatt heimkommt und ich schnarchend unterm tisch liege.

ich geh dann mal unser kaffeeschätzchen anschmeißen…

wer braucht schon nordpolexpeditionen?

ich nicht! zumal diese art der expedition sich jeden und jeden tag hier wiederholt! und das viermal!

schnee ist schön, schnee macht spass in der vorweihnachtszeit und sagen wir mal ungefähr bis sylvester. aber… dann ist auch genug. ich kann das weiße zeug, von mir mittlerweile als weiße pest bezeichnet, nicht mehr sehen. und die expedition des gassigehens reicht mir auch. gespickt mit zwei paar socken, dicken schneestiefeln, t-shirt, pulli, sweatshirt-jacke, dicke jacke… achja… schal und handschuhe… happisch alles aufgezählt?! nein dorette, tamy trägt noch nicht das fässchen mit rum spazieren für frozen frauchen ;-)

und der hund sitzt in der zeit des an- und überzeihens mit zusammengekniffenen beinchen auf der treppe und denkt sich seinen teil “frauchen mach schon… lohooos…. ich muss mal!”

kann es nicht einfach “schnipp” machen und wir sind etwa acht wochen weiter? mit hoffentlich annähernd frühlingshaften temperaturen von 10 bis 15 grad?

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nur die liebe verleiht uns die kraft, mit dem herzen denken und mit dem hirn fühlen zu können.
© ernst ferstl

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