schau mir in die augen, kleines

die “frosch-parade” im black forest liegt bereits einige wochen zurück… der kleine nachzügler scheint sich verlaufen zu haben oder sucht immer noch seine froschkönigin…
treffsicher!
“… oh!! fettnäpfchen!! in welches darf ich zuerst reintreten?…”
gourmet-hund
“… nein tamy, du kannst noch so mitleidserregend schauen… der inhalt deines napfes wird sich dadurch nicht ändern… auf deinem speiseplan steht auch heute kein schnitzel…!”
ostern, andere nettigkeiten sowie menschen wie du und ich
jaja… ich weiß. schon viel zu lange gab ers hier keine neuigkeiten und arg vernachlässigt dümpelt der letzte eintrag hier vor sich hin. aber irgendwie war diese auszeit notwendig, denn entweder waren es themen, die hier so öffentlich einfach keine berechtigung hatten oder das echte leben hatte uns fest im griff oder es geisterte grade mal ein sinniger oder unsinniger eintrag im kopf herum, aber zugang zum www war nicht gegeben. wie dem auch sei, wir sind wieder zurück und werden, sofern unser hirn uns lässt, hier wieder den einen oder anderen eintrag machen.
herzblatt und mich hält der black forest immer noch fest im griff. unser kleines plätzchen wächst und gedeiht. blumen und diverses anderes sind gesetzt, die terrasse gelegt, planung für gerätehäuschen auf pezeeh und im kopf, und was da sich anonsten so alles ansammelt. der winter supergut überstanden; wir haben unsere kleinen fast wöchentlichen auszeiten hier sehr genoßen und für keinen moment bereut.
und natürlich hat uns jetzt der frühe frühling oder eher schon frühsommer fest in seinen grünen fingern, was wir natürlich auch wieder genießen…. unser angrillen hat bereits vor wochen stattgefunden. was hiermit die überleitung nach stenkelfeld herstellt. denn dort wurde erst in den vergangenen tage zur grillkohle und anderen nettigkeiten gegriffen… in diesem sinne frohe ostern und dicke bunte eier…
Sonntag, 11. Juni, 11:03
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg nutzt der Berufsschullehrer Herman S. ein kurzes Zwischenhoch. Die schmale Rauchsäule aus seinem mit zwei tiefgefrorenen Thüringern belegten Holzkohlegrill wird zum verheerenden Signal an die Nachbarschaft. Der überraschende Startschuss in die Grillsaison bringt die gesamte Siedlung völlig unerwartet in Zugzwang.Sonntag 11:17
Aufgrund von Rohstoffmangel erfolgen nur vereinzelte Konter von den Nachbargrundstücken. Halbherzige Experimente mit Fleischkonserven und gemischtem Aufschnitt in Alufolie schlagen fehl. Der beißende Geruch einer angebrannten Mortadella erstickt dann letzte Hemmungen.11:30
Die verzweifelten Rufe der Rentnerin Emilie H. nach ihrem verschwundenen, mehrfach preisgekrönten Zwergfasan “Hänschen” verhallen ungehört. Zur selben Zeit schmückt der arbeitslose Rohrleger Otto W. liebevoll den Kopf seiner sechsjährigen Tochter mit einer langen, gelben Schwanzfeder während auf seiner hastig improvisierten Feuerstelle eine nachlässig gerupfte Vogelleiche schmort.12:06
Neid und Missgunst der gesamten Anwohnerschaft richten sich auf den üppig belegten tessiner Rundgrill des Bordellbesitzers Kurt S. Wie üblich kann ihm auch dieses Mal eine Straftat nicht nachgewiesen werden, sodass die Strafanzeige vom zweiten Vorsitzenden des Kaninchenzüchtervereins “die Steher” über den Diebstahl seiner zwanzig gekührten Riesenrammler der Rasse “Varus Rustikus” gegen Unbekannt formuliert wird.12:21
In einem benachbarten Waldgrundstück bemerkt der Direktor des dort kampierenden kleinen Wanderzirkus Schöller das Verschwinden des ausgewachsenen Nilpferdbullen “Romeo”.12:40
Wegen der Größe des von seinen Söhnen erbeuteten Grillguts erweitert Luftwaffenmajor außer Dienst Ottfried von F. seinen Bratenrost mit Stahlmatten von einer nahegelegenen Großbaustelle auf zehn Quadratmeter. Als Zündhilfe für die durchfeuchteten Birkenstämme kommt erstmals ein bislang unerprobter Raketentreibstoff aus seiner einstigen Dienststelle zum Einsatz. Die hundertfünfzig Liter Hydrometanolnitrat aus dem Kampfjägerbattallion “Petra Kelly” werden, wie sich augenblicklich zeigt, dem langjährigen Forschungsaufwand gerecht.12:42
Beim ökomenischen Gottesdienst “Brot für die Welt” in der 16 km entfernten Sottrupper St.-Johannes-Kathedrale ist soeben der Choral “Bittet, so wird Euch gegeben” verklungen, als ein 3 Tonnen schweres, goldbraun gebackenes Nilpferdfilet krachend das schwere Kupferdach des Hauptschiffs durchschlägt und auf der mundgemeißelten Elfenbeinorgel aus dem 14. Jahrhundert landet. Mit bewundernswertem Improvisationstalent verkündet Bischof Krögel seiner staunenden Gemeinde, der Herr sei bisweilen auch zu Scherzen aufgelegt.12:50
Die Reihenhaussiedlung ist von zwei Hundertschaften der Polizei umstellt. Die vom gefesselten Tierpfleger des Wanderzirkus Schöller abgegebene Täterbeschreibung: Hawaiihemd, hellgraue Shorts, Tennissocken, dunkelbraune Herrensandalen der Marke “Öztaler Wanderspaß” engt den Kreis der Verdächtigen auf ca. 400 ein. Durch dunkle Rauchschwaden und verkohlte Tierkadaver taumeln Familienväter zur Vernehmung, Menschen wie du und ich, die mal ganz spontan am Sonntag grillen wollten.
motivationssong
manchmal muss ein kleiner tritt in form von musik einfach sein… oder?
genialer energieschub von juli mit “elektrisches gefühl”
nimm dir zeit,…

…um dir eine welt vorzustellen,
in der das zerbrochene heil
und das verlorene gefunden wird,
in der das verstoßene wieder angenommen
und das vernachlässigte wertgeschätzt wird.
wird diese welt eine innere wirklichkeit,
dann verwandelt sie uns,
und diese verwandlung wird spürbar sein.
sie verläuft von innen nach außen.
wir werden den ausweglosen situationen
nicht noch einmal mit alten lösungsversuchen begegnen,
sondern unser gespür öffnen
für weiheit von anderswoher.
wir werden uns zusammentun
und neue wege finden.
wir werden uns wehren
gegen die gefühle der unzulänglichkeit.
wir werden entschiedener auftreten
und besser bescheid wissen über das,
was möglich ist.
unsere fantasie
wird unsere hoffnung bereichern.
ulrich schaffer aus “die fantasie der hoffnung”
